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Garten der Stille

Grünes Refugium mitten in der Stadt

Nach einem langen Tag mit Vorträgen, Workshops und anregendem Austausch in den Pausen braucht man vor allem eins: Raum, um den Kopf frei zu bekommen.
Mit etwas Glück kann man dabei sogar ein wenig innere Einkehr halten –
wie beispielsweise im Klostergarten der Abtei Fulda, der gelegentlich auch Laien Zutritt gewährt.

Sicher kennen Sie das auch: Schon nach wenigen Stunden in der Messehalle stellt sich das dringende Bedürfnis ein, dem allgegenwärtigen Trubel zu entfliehen – an einen Ort, wo Vogelgezwitscher und Blätterrauschen so ziemlich die einzigen Geräusche sind, die ans Ohr dringen. Die Suche nach einer solchen Idylle kann sich gerade für Business-Reisende (die naturgemäß mit wenig Freizeit gesegnet sind) recht schwierig gestalten. Wenn Ihre Geschäfte Sie das nächste Mal nach Fulda verschlagen, hätten wir da einen ganz heißen Tipp: den „geheimen“ Garten der Benediktinerinnen-Abtei.

Nur wenige Schritte von der geschäftigen City herrscht nämlich im wahrsten Sinne des Wortes himmlische Ruhe. In der Nonnengasse, einer schmalen Kopfsteinstraße in Fuldas heimlicher Mitte, liegt hinter dicken Mauern das Kloster zur Hl. Maria. Gut abgeschirmt vom weltlichen Treiben leben dort 16 Frauen zwischen 35 und 91 nach den Regeln ihres Ordens. Und die sehen nicht nur die spirituelle Hinwendung zum Schöpfer allen Lebens vor, sondern auch die tatkräftige Beschäftigung mit seinem Werk – ora et labora, bete und arbeite. In Sachen labora haben sich einige der Schwestern ein besonders fruchtbares Tätigkeitsfeld ausgesucht: Sie hegen und pflegen einen rund 2.000 Quadratmeter großen Garten, in dem eine geradezu paradiesische Vielfalt an Pflanzen versammelt ist.

Dass alles so prächtig gedeiht, verdanken die Benediktinerinnen nicht allein Gottes Segen: Seit den 1950er Jahren wird bei der Bewirtschaftung der Parzelle konsequent auf biologisches Gärtnern gesetzt.
„Wir arbeiten mit der Natur und nutzen gezielt, was sich bewährt hat“, erklärt Schwester Christa, die Leiterin des Klostergartens, ihre Anbaumethode. „So legen wir beispielsweise Mischkulturen an, bei denen die Partnerpflanzen sich gegenseitig Schutz vor Schädlingen bieten. Das funktioniert hervorragend bei Zwiebeln und Möhren, aber auch bei vielen anderen Kombinationen.“ Zum Säen und Auspflanzen wählt die studierte Gartenbauingenieurin ganz bewusst robuste Sorten, die mit den Gegebenheiten am Standort gut klarkommen. „Unsere Rosen beispielsweise haben wir gezielt danach ausgesucht, dass sie uns möglichst lange mit ihren Blüten Freude machen.“ Gedüngt wird selbstverständlich rein biologisch – mit Kompost aus Gartenabfällen, der durch die Zugabe eines Kompostaktivators nach klostereigenem Rezept von besonders hoher Qualität ist.
Das eindrucksvolle Wissen, das in vielen Jahren unermüdlichen Ausprobierens zusammengekommen ist, geben die gärtnernden Nonnen gerne weiter. Tipps und Inspirationen liefern diverse Bücher, die aus der Feder von Schwester Christa stammen. Und natürlich die „Winke für den Biogärtner“, eine Eigenpublikation des Klosters, die seit 1961 in schöner Regelmäßigkeit erscheint. Für alle, die lieber am lebenden Objekt lernen, öffnet das Kloster in der Vegetationszeit seine Pforte. Zu bestimmten Terminen können Gartenfreunde Schwester Christa dann bei einer ihrer Führungen durch die verschiedenen Zonen des Anwesens begleiten.
Wer nicht nach Erleuchtung, sondern nach Erholung strebt, kann das kleine Paradies auch auf eigene Faust erkunden. Während der regulären Besuchszeiten sind Sie und Ihre Kollegen den Benediktinerinnen aber immer herzlich willkommen – egal, welche Beweggründe Sie nach Fulda und speziell in den Garten der Abtei führen.

Gut zu wissen

Der Klostergarten ist von Mai bis September immer samstags von 14 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet. Themen und Termine der angebotenen Führungen sowie eine detaillierte Wegbeschreibung finden Sie auf der Webseite der Abtei (www.abtei-fulda.de).

Öko mit Auszeichnung

Von der prägenden Rolle der Benediktinerinnen aus der Nonnengasse zeugt nicht nur der rege Austausch, der schon Ende der 1940er Jahre mit Lady Eve Balfour und anderen Vordenkern auf dem Gebiet der biologischen Landwirtschaft geführt wurde. Für ihr besonderes Engagement wurde die Abtei schon zweimal mit dem Umweltpreis der Stadt Fulda ausgezeichnet. 2017 erhielt das Gartenteam von der Grünen Liga Berlin außerdem eine besondere Anerkennung für langjährige Verdienste um das ökologische Gärtnern.

Verkaufsschlager „Humofix“

Ende der 1940er Jahre stieß die damalige Leiterin des Fuldaer Klostergartens bei der Lektüre von britischen Schriften zum biologischen Landbau auf den „Quick Return Powder“ von Maye E. Bruce. Mit diesem Pulver auf rein pflanzlicher Basis ließ sich die Kompostierung von Bioabfällen erheblich beschleunigen. Schwester Laurentia sicherte der Abtei nicht nur die Lizenz für den Vertrieb in Deutschland, sondern entwickelte das erstaunliche Produkt noch weiter. Seit 1951 wird es unter dem Namen „Humofix“ über den Klosterladen vertrieben und mittlerweile bis nach Neuseeland an zufriedene Kunden verschickt.

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Süße Versuchung

In der Weihnachtszeit gibt es einen weiteren Grund, die Abtei Fulda zu besuchen. Dann bietet der Klosterladen nämlich seine berühmten Nonnenseufzer an. Das sündhaft gute Gebäck wird von der ältesten Bäckerei der Stadt nach einem Geheimrezept der Benediktinerinnen gebacken. Wer eine Packung davon ergattern will, muss sich allerdings ranhalten: Die Leckerei ist so beliebt, dass es mitunter sogar Wartelisten für die nächste Fuhre aus der Backstube gibt.

 

Parken für Fußgänger

Gelegenheiten für eine grüne Pause gibt es in Fulda natürlich auch außerhalb des Klostergartens. Der Schlossgarten steht Besuchern rund um die Uhr offen und bietet sich mit seinem exakt einen Kilometer langen Rundweg sogar für eine mittägliche Joggingeinheit an. Blumenfreunde blühen im Dahliengarten und dem Domdechanei-Garten mit seinen historischen Rosenvariationen im Handumdrehen wieder auf.

 

Ihr Insider für Fulda

Dieser Tipp stammt von Elisabeth Schrimpf. Die Leiterin der Abteilung Tourismus und Kongressmanagement ist ein großer Fan des Klostergartens und nimmt in das grüne Paradies auch gerne ihre Gäste mit.

„Wir arbeiten mit der Natur und benutzen gezielt, was sich bewährt hat.“

„Sparen Sie Kosten, Zeit und Stress und konzentrieren Sie sich voll und ganz auf ihre Veranstaltung. Nutzen Sie unsere Ortskenntnisse und langjährige Erfahrung. Wir finden den passenden Rahmen für Ihre Veranstaltung.“

ELISABETH SCHRIMPF // Geschäftsführerin Tourismus und Kongressmanagement Fulda

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Tourismus und Kongressmanagement Fulda

Elisabeth Schrimpf

+49 661 1021810

www.tagung-fulda.com

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