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Gesamtkunstwerk in Natur

Historismus von seiner luftigsten Seite

Man muss nicht weit reisen, um nach einem anstrengenden Meeting den Kopf wieder frei zu bekommen. Im Marburger Raum ist die totale Entspannung nur wenige Autominuten entfernt – in Schloss Rauischholzhausen, das neben seinem idyllischen Park auch herrlich relaxte Hotelzimmer und Konferenzräume bietet.

Lieblingsorte kann man gar nicht genug haben. Darum möchten wir Ihnen hier und jetzt einen vorstellen, den Sie bei einer Veranstaltung in und um Marburg unbedingt einplanen sollten – Schloss Rauischholzhausen, das kaum 20 Kilometer vor den Toren der Stadt liegt. Was es so besonders macht? Vor allem sein 32 Hektar großer Park, in dem man einfach sagenhaft entschleunigen kann. Beim Spaziergang durch das weiträumige Areal bieten sich auf Schritt und Tritt Ausblicke, die auf gestresste Gemüter wie Balsam wirken. Vom gepflegten Gartenbereich, der das romantische Schloss mit Rosenrabatten, Rhododendronbüschen und sorgfältig in Form geschnittenen Buchsbäumen umrahmt, führt der Weg in eine Parklandschaft, die malerischer kaum sein könnte: Lichte Wiesen wechseln sich ab mit dichten Waldstücken, kleine Bäche ergießen sich in schilfgesäumte Teiche, Baumriesen geben sich ein Stelldichein mit niedrig gewachsenen Sträuchern.

Kaum zu glauben, dass dieses grüne Idyll nicht von Mutter Natur, sondern von Menschenhand geschaffen wurde. Angelegt wurde der erquickliche Park nämlich von einem der raffiniertesten Gartenarchitekten seiner Zeit: Heinrich Siesmayer, der unter anderem als Arrangeur des Frankfurter Palmengartens berühmt wurde.
Für die Besitzer von Schloss Rauischholzhausen plante der Pflanzkünstler einen englischen Landschaftspark, der (ganz nach Lehrbuch) wie ein begehbares Gemälde konzipiert ist. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, half Siesmayer der Natur überall dort auf die Sprünge, wo es seiner Meinung nach angebracht war – durch Versetzen von alten Baumbeständen, Graben von Wasserläufen und Pflanzen von Gewächsen, die in der Region normalerweise nicht vorkommen.
Die Palette für das kunstvolle Ensemble lieferten rund dreihundert verschiedene Arten an Bäumen und Büschen, deren Blattwerk bis heute eine facettenreiche Textur in den unterschiedlichsten Grüntönen bildet. Untermalt wird die Komposition aus Formen und Farben durch einen Klangteppich, bei dem sich das Rauschen der Blätter mit dem Murmeln von Bächen und dem Plätschern der Wasserfälle mischt, die Siesmayer um des dramatischen Effekts willen eigens anlegen ließ.

Sie sehen also: Im Schlosspark von Rauischholzhausen bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig als sich zu entspannen. Sie müssen nur ein wenig Zeit mitbringen, um in aller Ruhe eine Runde zu drehen. Und anschließend einen Abstecher ins schlosseigene Café zu machen, das zu ausgewählten Terminen seine Tore öffnet. Wer sich rechtzeitig anmeldet, kann einen typisch englischen Afternoon Tea genießen – mit einer Auswahl köstlicher Törtchen und Sandwiches, frisch gebackenen Scones und natürlich jeder Menge Tee.

Gut zu wissen

Der schwierige Name „Rauischholzhausen“ ist ganz einfach erklärt: Er geht auf die Familie Rau von Holzhausen zurück, die im Marburger Raum einst ihren Stammsitz hatte. Der Namensteil „Rauisch“ bedeutet so viel wie „zu Rau gehörig“ und unterscheidet den Ort von den vielen anderen Holzhausen, die es im deutschsprachigen Raum gibt.

Willkommen im Schloss

Nach einer wechselvollen Geschichte ging Schloss Rauischholzhausen gegen Ende der 1940er Jahre in den Besitz des Landes Hessen über. Verwaltet und genutzt wird das Anwesen von der Justus-Liebig-Universität Gießen, die auf dem Außengelände ein landwirtschaftliches Versuchsgut mit Gärtnerei und diversen Mess- und Forschungsstationen betreibt. Das Schloss selbst dient unter anderem als offizielles Tagungshotel der Hochschule, das auch Externen für Veranstaltungen offen steht. Begehrt ist das stattliche Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert nicht zuletzt als Location für private Feiern: Mit seiner romantischen Fachwerkarchitektur – eine Reminsizenz an den englischen Gutsherrenstil – bietet es die perfekte Kulisse für die schönsten Tage im Leben.

Blüte der Gartenbaukunst

Für einen Sprössling aus einfachen Verhältnissen hat Heinrich Siesmayer eine beachtliche Karriere gemacht: Vom einfachen Gärtnergesellen arbeitete sich der gebürtige Mainzer beharrlich zum Königlich-Preußischen Gartenbaudirektor und Großherzoglich Hessischen Hofgarteningenieur hoch. Der große Durchbruch gelang ihm Mitte der 1850er Jahre mit der Anlage des Bad Nauheimer Kurparks, der ihm – als greifbarer Beweis seines außergewöhnlichen Talents – zahlreiche Aufträge von Kurgästen einbrachte.

Georg Kronenberg

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Ihr Insider für Marburg

Theresa Birk liebt den Schlosspark von Rauischholzhausen – und das Café mit seinem hausgemachten Gebäck. Welche Locations in ihrer Heimat sonst noch besondere Erlebnisse versprechen, weiß nicht nur sie, sondern auch jeder ihrer Kolleginnen von der Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH.

„Marburg inspiriert! Weltoffen und modern bietet die historische Universitätsstadt sowie die Umgebung optimale Räumlichkeiten in geschichtsträchtigen Gebäuden, wie auch in hochmodernen Tagungshäusern. Eine einzigartige Kombination, die jede Tagung zu einem besonderen Erlebnis macht.“

THERESA BIRK // Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH

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